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 Die Cronkorken

Seniorenhockey im Rahlstedter Hockey und Tennis Club e.V.

Gegründet am 11.11.11 um 11:11 (abends)

Cronkorken Spielplan 2019

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Valencia2017-162

 

Wir spielen auch in der

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Paella Cup in Valencia oder 

Ein Wahl-Bremer unter HSV-Fans 

 

Es ist unfassbar früh, als der Wecker in der kleinen verschlafenen Hansestadt mit B klingelt. Treffen am Flughafen in der großen Hansestadt Hamburg ist vom Organisator Norbert Peters strikt auf 6:00 Uhr angegeben. Dabei ist es unerheblich, dass die Terminalangabe nicht stimmte, ein Teilnehmer nicht stabil genug war, die Anzahlung in eine Reise zu wandeln und auch egal war, dass die Hockeystöcke der vermeintlich Vorausgereisten noch bei Norbert im Keller standen. 

Kurzum: Eine wilde Mischung junger und mittelalter Männer machte sich mit Zwischenstopp in Frankfurt auf zum Hockey unter der Sonne des Südens. In Frankfurt trafen die im Unwetter des Vortags gestrandeten Vorausgereisten wieder zur Truppe – warmes Dosenbier aus Bremen (Becks) half, sie schnell wieder willkommen zu heißen. 

Bevor aber nun im Detail der Verlauf des Turniers wiedergegeben wird, gehen wir lieber geschickt auf die wichtigsten Schlagworte des Turniers ein. 

Drahteseln – Jeder hatte ein Radl während der ganzen Zeit und obwohl die nächtliche Orientierung ohne Licht schwierig war, ist keiner abhanden gekommen oder überfahren worden. 

Nacho – Wer denkt, das sind „Chips mit Käse“, der irrt. Pustekuchen. Nacho ist ein Spanier, auch als Stadtführer tätig, eigentlich Lehrer. Wahrscheinlich der einzige Spanier, der mit Kindersitz auf dem Rad die Stadt mit uns erkundet hat.  Super spannend. Die wichtigsten Infos zur Stadt: Es gib „Agua de Valencia“, eine geniale Mischung aus Sekt, Orangensaft, Gin & Vodka. Das erhöht die Radfahrfähigkeit in sehr kurzer Zeit. Valencia hat beschlossen, den alten Fluss trocken zu legen und umzuleiten und statt einer Autobahn einen Park anzulegen – mit 19 Brücken (oder 9?) auf 7 km. Hammer – und wir sind durchgeradelt. 

Kolonne – ist ein lauter Ausruf des in der „Fahrrichtung“ führenden Radfahrers, der i.d.R. vor Zebrastreifen, grünen oder roten Ampeln oder Fahrten gegen die Einbahnstraße ausgerufen wird. Er sorgt dafür, dass alle Radfahrer zusammenbleiben können und Autofahrer zurückziehen.  

Millionen-Michi – Der finanzbeamtete Mitspieler hat Einblicke in seine Machenschaften im Amt gegeben und angedeutet welche Macht er hat. Somit also der Millionen-Michi. Einfach. 

Fast immer keine Tore Die Hockeyspiele waren beherzt und gut gecoacht durch Hans. Hans folgte konsequent einer 2-Mann-auf-einer-Position-wechseln-sich-ab-Strategie. Wunschpositionen wurden nicht berücksichtigt. Solide Leistungen ohne Torgefährlichkeit nach vorne. Abwehrwunder gewährten uns auch gegen starke Gegner Ergebnisse, die sich wie Siege anfühlten! 

Sangria – Auch diesem Nationalgetränk konnten wir am letzten Abend nicht aus dem Weg gehen. Gemischt mit Tapas eine super Spülung. Spanier nutzen es auch zur Desinfektion bei Zahnfleischbluten. 

Aioli – Beherzt griffen wir zu den Schalen beim letzten „Abendbrot“ auf der Straße (an Tischen saßen wir) und freuten uns, als die Gesamtrechnung nach Ess und Trink die 25 €/Person nicht erreichte. Ein genialer Organisator und Finanzmeister. 

Gin Tonic – ist eigentlich die falsche Bezeichnung. Gin mit einem Lemon-Tonic-Topping wäre richtig. Die Formel: Trinke nur ¼ der Anzahl im Vergleich zu Deutschland – klappte nicht. Die Wirkung ist grob mal 4. Man bekommt diese Getränke vor allem in den Vorortkneipen abseits des Zentrums in einer sehr wohlwollenden Konzentration zu guten Preisen. 

Tanz an der Stange – Es gibt Spielplätze an denen in die Jahre gekommene Männer nachts, wenn auch die spanischen Kinder (die i.d.R. sehr spät ins Bett gehen) schlafen , an der Stange tanzen. Das Jubeln der Zuschauer war in Anbetracht der Nachtruhe durch ein „schschschsch …“ aller begleitet. 

Henning kann lachen – auch über seine Witze. Wenn man mit diesem Prozess aber nicht vertraut ist, könnte man meinen, dass er in der zweiten Phase des Lachens erstickt.  

Ankerkettenraucher – Wenn jemand viel raucht, oft und regelmäßig, könnte man ihn Ankerkettenraucher nennen. Kronkorken verfügen über das eine oder andere seltene Exemplar! 

Vitaminreiche Ernährung – Spanien ist ein Garant für vitaminreiche Ernährung. Fleisch, Paella, Bier, Chips etc.  

Meine Fresse - Spiel verpasst Chris musste ein Spiel verpassen. Sein Körper schlug ihm ein Schnippchen. Runde Wiedergutmachung ging klar. 

Verband – Ein Verband ist hier der aus Mullbinde, nicht eine Organisation aus Mitgliedern. Drei Cuts am rechten Ohr von Reinhold – direkt behandelt durch den Sanitäter vor Ort – waren trotz 35 Grad kein Grund für ihn, das nächste Spiel nicht anzutreten und erneut nahezu heroisch zu verteidigen. 

Blaues Shirt Jeder Teilnehmer hat als Geschenk ein schickes Shirt in seiner Größe erhalten! Danke Norbert für die gute Orga.  

Meer – Valencia liegt am Meer. Auch ein Strand gehört dazu. Er ist recht sandig und groß. Hübsch verteilt sind die Kioske, so dass die Versorgung mit kühlen Getränken gut organisiert und gewährleitet ist. Das Meer ist herrlich, um ein Bad zu nehmen, auch wenn es eher einem Aufguss gleichkommt.  

Theresa – spricht hervorragend Spanisch. Beeindruckender war, dass sie als Spanierin auch hervorragend Deutsch spricht. Henning und Jörg waren sich einig, dass Theresa sehr gut aussehend und authentisch ist. Sie hat uns bei einer Tapastour durch Valencia geführt.  

Pacharan – Dieser Likör aus Schlehe wurde bei der Tapastour durch den Bremer aufgetischt. Hamburgern schmeckt das durch die Bank. 

Fazit:  

Eine Hammertruppe, unglaubliches Team – Respekt, alles hat Platz, Traumreise-Orga bzw. Traum Reiseorga von Norbert, Spanien ist warm, alles ist schick. Wer „Hebt die Hände hoch, zeigt den Werderschal“ singt, läuft Gefahr, eine offene Wasserflasche zugeworfen bekommen.  

Moral von der Geschicht: 

Bremer sind coole Jungs – und – wer Monate vorher zahlt, hat das Gefühl, dass alles umsonst ist! 

Jörg Breidenbach, Club zu Vahr und Gastkorken, Juni 2017 

 

 

Cronkorken im RHTC

2011, am 11.11. gegen 11:11 (abends) wurde im Clubhaus des RHTC eine neue Seniorenmannschaft aus der Taufe gehoben – die Cronkorken. 17 Gründungsmitglieder trafen sich zur konstituierenden Sitzung und schlossen einen langen Entwicklungsweg ab. Vorher gab es im RHTC zwei Seniorenmannschaften, die an Spieltagen meist nicht die erforderliche Anzahl an Spielern auf den Platz brachten, so dass die Wühlmäuse bei den Plattfeut aushalfen und umgekehrt. So war schon zuvor de facto aus den beiden Teams eines geworden – was fehlte war die Vereinigung de jure.

Der Abend begann mit zwei separaten sehr kurzen Besprechungen, in denen die alten Mannschaften, Wühlmäuse und Plattfeut aufgelöst wurden. Das ist nicht jedem leicht gefallen, gab es doch die Wühlmäuse schon seit Ende der 80er Jahre, die Plattfeut sogar schon seit Mitte der 70er Jahre. Aber hier galt es, gemeinsam etwas Neues zu schaffen und das war Antrieb genug.

Der Kader der neuen Mannschaft umfasst – zumindest auf dem Papier – 22 Spieler. Zum Kapitän wurde Spielertrainer Tom Feustel gewählt – ihm zur Seite steht Jochen Pape mit all seiner Erfahrung bei der Spielplanung. Zum Finanzchef wurde Jörg Lemke ernannt, unterstützt von Butzi Schmidt. Den größten Teil der Diskussion nahm die Namensfindung ein. Schon im Vorfeld wurden die wildesten Namen gehandelt. Die Bandbreite reichte von Cosa Ranostra über Plattmäuse bis zu Die Rahldörfer. Gerade als sich Unzufriedenheit über die engere Auswahl breitmachte, wurde der Name Cronkorken aufgeworfen und als perfekte Symbiose aus Clubheimat und Lieblingsgetränk nahezu einstimmig angenommen.

Nach der Klärung aller Personalien galt es, Ausstattung und Spielfeld der Neuzeit anzupassen. Das Team wurde neu eingekleidet, wozu der Trikotentwurf von Kai Stavenhagens Vertrauensschneider mit dem von Marc Hilgert designten durstigen Adler auf Kronkorken gepaart und für gut befunden wurde. An dieser Stelle einen herzlichen Dank aller Cronkorken an Marc für die Unterstützung.

War die Einkleidung vergleichsweise einfach zu bewerkstelligen, geriet die Renovierung unseres Grüns auf Platz 2 zu einer Herkulesaufgabe. Bereits im Jahr 2010 wurde eine Maulwurfsperre in den Spielfeldrand eingebracht und Ende 2011 der Platz in einem vernünftigen Zustand zum Überwintern gebracht. 2012 sollten nun die weiteren Schritte folgen. Mit dem Vereinsvorstand wurde die gemeinsame Renovierung des Rasens vereinbart. Besonderer Dank gilt hierbei Sigi Winkel für die Platzarbeiten und Thomas Linnekogel für die Rasenpflege. Zuletzt wurde in Cronkorken-Eigenarbeit die alte Bande von Platz 1 auf dem Naturrasen montiert.

Mit der Unterstützung durch den Verein zeigten die Cronkorken, was durch gemeinsames Anpacken erreicht werden kann: Rund 150 Mannstunden wurde an mehreren Wochenenden geleistet, um dem RHTC diesen zweiten Hockeyplatz zu erhalten. Das renovierte Grün auf Platz 2 ist nicht nur unsere Heimat, es dient der gesamten Hockeyabteilung des RHTC. Neben Training und Punktspielen der Cronkorken findet hier ein Großteil des alljährigen Hockeycamps statt und auch Jugendmannschaften nutzen den Platz für Ihre Trainingsarbeit.

Die Cronkorken sind ein integraler Bestandteil der Hockeyabteilung und Mannschafts- und Vereinsleben wird groß geschrieben. Donnerstags um 19:30 Uhr wird je nach Jahreszeit auf Natur- oder Kunstrasen trainiert – danach sitzt man gerne bei der einen oder anderen isotonischen Hopfenkaltschale beisammen. Neue Mitspieler – das soll an dieser Stelle betont werden – sind ausdrücklich willkommen. Die Cronkorken spielen in der Hamburger Sonata Runde und das mit großem Erfolg. Im Kalenderjahr 2012 setzte es nur eine einzige Niederlage und das im letzten Spiel gegen den UHC. Clubintern tritt das Team alljährlich zum Spiel des Jahres gegen die 1. Herren an und zeig, dass einmal Erlerntes vielleicht langsamer, aber mit viel Effizienz und Einsatz auf den Platz gezaubert werden kann.

Neben Training und Punktrunde stehen Turniere und gesellige Veranstaltungen auf dem Programm. So vertraten die Cronkorken unter anderem auf dem Wies‘n-Turnier in München und dem Phönixen Cup in Lübeck die Farben des RHTC. Gemeinschaftliches Grillen, Public Viewing bei Fußballgroßveranstaltungen und winterliches Gänseessen und ein Feuerzangenbowlenabend runden das Programm ab.

© Norbert Peters